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Entwicklung des Anbauumfanges Trotz der immensen Bedeutung der Körnerleguminosen als Stickstoffproduzent und Eiweißlieferant verzichten auch Öko-Landwirte immer häufiger auf deren Anbau. Hauptgründe sind das hohe Anbaurisiko, die daraus resultierenden unzureichenden Erträge und mangelnde Wirtschaftlichkeit. Die seit Jahren zu beobachtende Entwicklung war Grund für eine Analyse zur Anbauentwicklung und Umfrage unter Öko-Landwirten. Der Schwerpunkt lag dabei bei den Lupinen, die auf Grund der Standortbedingungen einen Schwerpunkt in Mecklenburg-Vorpommern darstellen.
Anbauentwicklung Lupinen werden traditionell besonders auf den sandigen Böden in Ostdeutschland angebaut. Daten des Statistischen Landesamtes Mecklenburg-Vorpommern zeigen, dass gerade auf diesen bevorzugten Standorten der Anbaurückgang besonders stark ist. Während im Mittel aller Lupinenanbauer im Land von 2003 zu 2007 ein Flächenrückgang von 33 Prozent festgestellt wurde, verringerte sich die Anbaufläche auf den Sandböden im Osten und Südosten des Landes um 39 bzw. 45 Prozent. Eine Umfrage unter den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern ergab, dass sich diese Tendenz auch 2009 weiter fortsetzte.
Anbauverfahren unter die Lupe genommen Geringe Erträge und hohe Ertragsschwankungen sind häufig eine Folge von Fehlern im Anbauverfahren. Die Analyse in den Betrieben zeigte, dass zum Beispiel Saattiefe und Saattermin nicht immer optimal gewählt wurden und auch Bodenvorbereitung und Pflege oft nicht den Ansprüchen genügten. Am Ende entstehen Stückkosten, die durch die aktuellen Preise nicht zu decken sind. Nicht nur Unterschiede in Abhängigkeit von den Standortbedingungen traten auf, sondern auch innerhalb einer Standortgruppe war die Verfahrensgestaltung sehr verschieden. Unter vergleichbaren Bedingungen zeigte sich jedoch, dass sich auch auf den leichtesten Standorten eine ausgefeilte Produktionstechnik lohnt und positive Deckungsbeiträge möglich sind.
Ertragsunterschiede zwischen den Standorten sind oftmals auch auf die Gestaltung der Fruchtfolge zurückzuführen. Für die Sandstandorte stehen wesentlich weniger Fruchtarten, die dort angebaut werden können, zur Verfügung. Diese begrenzten Möglichkeiten haben negative Auswirkungen auf den Ertrag und die Wirtschaftlichkeit. Auf besseren Standorten ist eine größere Artenvielfalt möglich. Sollte die Lupine im Anbau weiter zurückgehen, dann käme es zu einer weiteren Verarmung auf den Sandstandorten.
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