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Ziel der Arbeit ist es, die Strukturentwicklung Rindfleisch erzeugender Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern zwischen 2003 und 2007 vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen zu analysieren.
Als Datengrundlage dienen die Daten der Agrarstrukturerhebung. Nach festgelegten Kennziffern werden Grundgesamtheiten gebildet, um einen Vergleich zwischen den Jahren zu ermöglichen. In Abhängigkeit von der Bedeutung der Rindfleischproduktion für das landwirtschaftliche Unternehmen werden typische Betriebsgruppen zusammengefasst.
Die Anzahl der Mutterkühe und haltenden Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern ist im Vergleich der Jahre nahezu konstant geblieben. Zwischen den typischen Betriebsgruppen kommt es zu geringfügigen Verschiebungen. Auffällig ist der hohe Anteil ökologisch wirtschaftende Betriebe insbesondere innerhalb der Betriebsgruppe der spezialisierten Mutterkuhhalter. Bei dieser Betriebsgruppe handelt es sich um Futterbaubetriebe mit hohen Grünlandanteilen und einer geringen Besatzdichte. Die Mutterkuhhalter im Allgemeinen und die spezialisierten Betriebe im Besonderen gehören mehrheitlich zu den „Prämiengewinnern“ der Agrarreform.
In der Bullenmast ist eine deutliche Reduzierung des Tierbestandes und der haltenden Betriebe feststellbar. Die Anzahl der spezialisierten Bullenmäster verringert sich zwischen den Vergleichsjahren um 30 Prozent, die Tierzahl wird in den verbliebenen Betrieben im Mittel um 25 Prozent gesteigert. Die Betriebsstruktur der spezialisierten Mäster ist durch einen hohen Viehbesatz und geringe Grünlandanteile im Verhältnis zur Tierzahl gekennzeichnet. 75 Prozent dieser Betriebsgruppe werden Prämienverluste hinnehmen müssen.
Ein deutlicher Abbau sowohl der Tierbestände als auch an Mastbullen haltenden Betrieben hat sich zwischen 2003 und 2007 in den Milchviehbetrieben mit dem Verfahren Mast ab Kalb vollzogen. Dieser Rückgang ist allerdings nicht zwingend irreversibel. Für die Bullenmast mit maisbetonter Fütterung gilt, dass sie innerbetrieblich im Wettbewerb zum Winterweizenanbau steht. Die Mutterkuhhaltung ist an das Grünland gebunden und konkurriert in der Regel nicht mit anderen, an das Grünland gebundenen Verfahren. Innerbetrieblich muss mit der Mutterkuhhaltung ein höherer Deckungsbeitrag als mit dem Mulchen des Grünlandes erreicht werden. Eine betriebliche Entscheidung gegen die Mutterkuhhaltung ist unumkehrbar, da der Herdenaufbau langwierig und kostenintensiv ist.
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